LEPUS NRW - Lebensräume erhalten, planen und schützen

Aktuelles aus den Projektregionen

Gewässerrandstreifen werden aufgewertet

Gewässerrandstreifen werden aufgewertet

Die Aufwertung der Gewässerrandstreifen in Heiden stand im Mittelpunkt einer Sitzung, zu der die Gemeinde Heiden auf Initiative des Hegerings auch die Mitglieder des landwirtschaftlichen Ortsverbandes eingeladen hatte. Hintergrund: Sowohl die geplante vierprozentige...

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Blühstreifen gibt Hasen Deckung

Blühstreifen gibt Hasen Deckung

Nicht nur Insekten profitieren von Blühstreifen. Auch bodenbrütende Feldvogelarten finden hier das notwendige Nahrungsangebot - auch und insbesondere für die Aufzucht ihrer Jungtiere. Dank ihrer linearen Struktur können Blühstreifen zur Vernetzung von Biotopen...

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Kornblumen wegen ihres Rohfettgehaltes beliebt

Kornblumen wegen ihres Rohfettgehaltes beliebt

Die Aufzucht der Jungtiere ist für Häsinnen eine kräftezehrende Zeit. Da ist jeder Snack willkommen. In Blühstreifen oder in der sogenannten "Hasenapotheke" mit besonderen Kräutern und Heilpflanzen finden sie einen abwechslungsreich gedeckten Tisch. In diesem Fall hat...

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Maßnahme zeigt Wirkung nach der Ernte

Maßnahme zeigt Wirkung nach der Ernte

Die Weizenernte ist gelaufen. Nach dem Vorgewende findet sich abgesetzt auf freier Fläche die wirkungsvolle Kombinationsmaßnahme aus Blühstreifen, Brache und Ernteverzicht. Nach dem allgemeinen Ernteschock finden unsere Feldarten dort Schutz und Deckung, Insekten...

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Maßnahmen werden angenommen

Maßnahmen werden angenommen

Dass die in diesen Frühjahr erstmalig anlegten Maßnahmen - eine Kombination aus Extensivgetreide, mehrjährigen Blühstreifen und Brache - angenommen werden zeigt eine Zufallsbeobachtung am Rand der Maßnahmen: Ein Fasan nutzt regelmäßig die offene Bodenstelle am...

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Feldexkursion für Lehrerinnen und Lehrer

Feldexkursion für Lehrerinnen und Lehrer

Zu einer Feldexkusion trafen sich Lehrerinnen und Lehrer aus OWL im Raum Halle in Westfalen. Gemeinsam mit dem Landwirtschaftlichen Kreisverband stellte Sven Nadolny von der Stiftung Westfälische Kulturlandschaft extensive Landnutzungsformen und deren ökologische...

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„Rushhour“ in der Hasenapotheke

„Rushhour“ in der Hasenapotheke

Rund ein Duzend Hasen als Begrüßungskomitee: nicht schlecht für den Start des  jüngsten Multiplikatoren-Seminares in Kalkar. In kleiner gemütlicher Runde hatten sich Naturschutzinteressierte,  Jäger und Landwirte zusammengefunden, um sich hauptsächlich über...

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Rebhuhnkartierung in Weeze

Rebhuhnkartierung in Weeze

Nach einer ausführlichen Schulung des Ehrenamts, vorranging über Möglichkeiten der Rebhuhnkartierung, machten sich Revierpächter Martin Sondermann und seine Mitstreiter im März in Weeze auf die Suche nach den kleinen Feldhühnern. Das Revier in Weeze wurde in mehrere...

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LEPUS-Beirat besucht Biotop-Verbund in Kevelaer

LEPUS-Beirat besucht Biotop-Verbund in Kevelaer

Zu ihrer dritten Sitzung trafen sich die Beiratsmitglieder des LEPUS-Projektes auf dem Milchviehbetrieb von Georg Elders in Kevelaer. Im Fokus stand diesmal der Aspekt „Biotop-Verbund“ und die Frage, wie sich unterschiedliche Maßnahmen bestmöglich vernetzen lassen, um...

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Das Projekt LEPUS-NRW wird exklusiv gefördert von

Projektbeschreibung

Extreme Wetterereignisse, Landbewirtschaftung und zunehmende Beutegreifer machen Rebhuhn, Feldhase & Co. das Leben schwer. Um mehr als 90 Prozent ist die Population des Rebhuhns eingebrochen, andere Offenlandarten sind nicht viel besser dran.

Im Rahmen des LEPUS-NRW Projektes (Lebensräume erhalten, planen und schützen) beraten die beiden Stiftungen, Stiftung Westfälische Kulturlandschaft und Stiftung Rheinische Kulturlandschaft, ehrenamtliche Naturschutzinteressierte, Landwirte und Jäger in Bezug auf lebensraumverbessernde Maßnahmen in der Agrarlandschaft.
In ausgewählten Projektrevieren sollen exemplarisch Möglichkeiten der Lebensraumgestaltung erarbeitet und vorgeschlagen werden. Auf freiwilliger Basis arbeiten Landwirte und ehrenamtliche Naturschutzinteressierte zusammen mit den Stiftungen an Möglichkeiten, die Lebensräume für Feldhase, Rebhuhn sowie Feldlerche und Co. aufzuwerten. Ziel ist es zum einen, auf den jeweiligen Betrieb abgestimmte, geeignete Maßnahmen zu identifizieren und diese möglichst ökologisch und effektiv auf den Äckern umzusetzen. Zum anderen sollen aber auch Jäger sowie ehrenamtliche Naturschützer außerhalb von landwirtschaftlichen Flächen Anregungen zur Umsetzung von Naturschutzmaßnahmen erhalten.

Europaweite Analyse zeigt die Bestandsentwicklung in der Agrarlandschaft

zwischen 1980 und 2010 (30 Jahre)

Datenquelle: Dröschmeister et al. 2012, Europäische Union

Star

  • 1980: 84,9 Mio
  • 2010: 40,8 Mio

%

Rückgang

Feldsperling

  • 1980: 52,8 Mio
  • 2010: 22,7 Mio

%

Rückgang

Grauammer

  • 1980: 27,2 Mio
  • 2010: 10,1 Mio

%

Rückgang

Rebhuhn

  • 1980: 13,4 Mio
  • 2010: 0,8 Mio

%

Rückgang

Braunkehlchen

  • 1980: 10,4 Mio
  • 2010: 3,0 Mio

%

Rückgang

Wie ist das Projekt entstanden?

In vorangegangenen Projekten der Stiftung mit Jägern und Landwirten war die Idee für das LEPUS-Projekt entstanden. Für weite Teile des Landes NRW war eine große Nachfrage und ein hoher Beratungsbedarf deutlich geworden, Lebensräume in der Agrarlandschaft aufzuwerten.
Die alarmierenden Bestandssituationen von Offenlandarten wie Rebhuhn, Feldlerche, Kiebitz, Feldhase & Co. zeigten die dringende Notwendigkeit, Lebensraumbedingungen zu optimieren und somit die Biodiversität in der Kulturlandschaft zu fördern und zu erhalten. Dies gelingt nur, wenn die Akteure aus Naturschutz, Jagd und Landwirtschaft gemeinsam handeln. 

Mitmachen und Vorteile genießen

Beratung Ihres Jagdrevieres in Bezug auf Lebensraumgestaltung.

Beratung im Bereich von land- und forstwirtschaftlichen Fördermaßnahmen

Planung und Erarbeitung von Maßnahmenpaketen in Abstimmung mit den zuständigen Behörden und der Landwirtschaftskammer NRW

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Optimale Gestaltung und Betreuung von Agrarumweltmaßnahmen, Greening, Vertragsnaturschutz

Nutzung verschiedener Förderungen (Greeningprämie, AUM, Vertragsnaturschutz)