LEPUS NRW - Lebensräume erhalten, planen und schützen

Aktuelles aus den Projektregionen

Paradebeispiel für Lebensraumaufwertung

Paradebeispiel für Lebensraumaufwertung

Die Baumschere war schon in vollem Gange, als Heidens Bürgermeister Dr. Patrick Voßkamp zum Ortstermin „Lebensraumaufwertung“ in der Bauerschaft Nordick (Kreis Borken) erschien: Eine alte Weidenhecke wurde nach vielen Jahren endlich wieder auf den Stock gesetzt. Alle...

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Strukturvielfalt gibt Schutz

Strukturvielfalt gibt Schutz

Vielfältige Zwischenfrüchte und Blühstreifen erfüllen auch und besonders im Winter wichtige Funktionen für Feldhase, Rebhuhn, Fasan und Singvögel. Ein Nebeneinander von niederwüchsigen und hochwüchsigen Strukturen mit kurzen Wegen zwischen „dicht und licht“ schafft...

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Gimpel genießt Wildobst

Gimpel genießt Wildobst

Die Hecken- und Waldrandpflege ist speziell für das Münsterland eine der wichtigsten Aufgaben zur Lebensraumgestaltung. Ziel ist es, diese Bereiche über lange Zeiträume für Wildtiere und Vögel als Lebensraumelement interessant und lebenswert zu erhalten. Nahrung und...

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Stattliche 220 ha für die Artenvielfalt!

Stattliche 220 ha für die Artenvielfalt!

Rund 20 Rebhühner hat Landwirt Rickert-Schulte aus Weckinghausen (Kreis Soest) im vergangenen Jahr auf seiner Blühfläche in Hofnähe gezählt. Ein guter Start. Immerhin hat er die mehrjährigen Saaten erst wenige Monate zuvor eingesät. Aber die bedrohte Offenlandart...

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Intensive Beratung durch das LEPUS-Team

Intensive Beratung durch das LEPUS-Team

Die vergangenen Wochen standen beim LEPUS-Team ganz im Zeichen einer intensiven Beratung der Landwirte: Bis zum 30. Juni konnten etliche Anträge für Fördermaßnahmen der Landwirtschaftskammer (Blüh- und Uferrandstreifen, aber auch für extensive Bewirtschaftungspakete...

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Rückzugsräume im Winter

Rückzugsräume im Winter

Im Winterhalbjahr zeigt sich die besondere Bedeutung der mehrjährigen Blüh- und Bracheflächen in der offenen Feldflur: Zum einen bieten sie sichere Deckung vor Feinden sowie Nahrung in Form von Samen und Grünpflanzen für Rebhuhn, Wachtel und Feldhase. Zugleich dienen...

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Sorge um Kiebitznachwuchs wurde belohnt

Sorge um Kiebitznachwuchs wurde belohnt

Bevor die schweren Landmaschinen über den Acker rollten, konnten in Weeze drei Kiebitznester aufgesucht, markiert und die Brut somit vor dem sicheren Tod geschützt werden. Zu verdanken haben die Küken ihr Leben dem Einsatz von Landwirt Georg Mund, Jäger Martin...

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Heckenpflege – wichtig und richtig!

Heckenpflege – wichtig und richtig!

Für den Menschen stehen bei Hecken oft Landschaftsästhetik und Naherholung im Vordergrund. Doch bieten Hecken einen nicht zu ersetzenden Lebensraum für viele Arten der offenen sowie halboffenen Agrarlandschaft und dienen somit nicht nur als optische Abwechslung in...

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Schutz vor Schnee und Prädation

Schutz vor Schnee und Prädation

Vor allem bei der aktuellen Witterungslage zeigen regelmäßig auf den Stock gesetzte Hecken oder Brombeerverschläge ihre besonders wichtige Funktion. Unter der geschlossenen Schneedecke bilden sich in den Verschlägen Rückzugsräume und kleine Nischen, die vielen Vögeln...

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Das Projekt LEPUS-NRW wird exklusiv gefördert von

Projektbeschreibung

Extreme Wetterereignisse, Landbewirtschaftung und zunehmende Beutegreifer machen Rebhuhn, Feldhase & Co. das Leben schwer. Um mehr als 90 Prozent ist die Population des Rebhuhns eingebrochen, andere Offenlandarten sind nicht viel besser dran.

Im Rahmen des LEPUS-NRW Projektes (Lebensräume erhalten, planen und schützen) beraten die beiden Stiftungen, Stiftung Westfälische Kulturlandschaft und Stiftung Rheinische Kulturlandschaft, ehrenamtliche Naturschutzinteressierte, Landwirte und Jäger in Bezug auf lebensraumverbessernde Maßnahmen in der Agrarlandschaft.
In ausgewählten Projektrevieren sollen exemplarisch Möglichkeiten der Lebensraumgestaltung erarbeitet und vorgeschlagen werden. Auf freiwilliger Basis arbeiten Landwirte und ehrenamtliche Naturschutzinteressierte zusammen mit den Stiftungen an Möglichkeiten, die Lebensräume für Feldhase, Rebhuhn sowie Feldlerche und Co. aufzuwerten. Ziel ist es zum einen, auf den jeweiligen Betrieb abgestimmte, geeignete Maßnahmen zu identifizieren und diese möglichst ökologisch und effektiv auf den Äckern umzusetzen. Zum anderen sollen aber auch Jäger sowie ehrenamtliche Naturschützer außerhalb von landwirtschaftlichen Flächen Anregungen zur Umsetzung von Naturschutzmaßnahmen erhalten.

Europaweite Analyse zeigt die Bestandsentwicklung in der Agrarlandschaft

zwischen 1980 und 2010 (30 Jahre)

Datenquelle: Dröschmeister et al. 2012, Europäische Union

Star

  • 1980: 84,9 Mio
  • 2010: 40,8 Mio

%

Rückgang

Feldsperling

  • 1980: 52,8 Mio
  • 2010: 22,7 Mio

%

Rückgang

Grauammer

  • 1980: 27,2 Mio
  • 2010: 10,1 Mio

%

Rückgang

Rebhuhn

  • 1980: 13,4 Mio
  • 2010: 0,8 Mio

%

Rückgang

Braunkehlchen

  • 1980: 10,4 Mio
  • 2010: 3,0 Mio

%

Rückgang

Wie ist das Projekt entstanden?

In vorangegangenen Projekten der Stiftung mit Jägern und Landwirten war die Idee für das LEPUS-Projekt entstanden. Für weite Teile des Landes NRW war eine große Nachfrage und ein hoher Beratungsbedarf deutlich geworden, Lebensräume in der Agrarlandschaft aufzuwerten.
Die alarmierenden Bestandssituationen von Offenlandarten wie Rebhuhn, Feldlerche, Kiebitz, Feldhase & Co. zeigten die dringende Notwendigkeit, Lebensraumbedingungen zu optimieren und somit die Biodiversität in der Kulturlandschaft zu fördern und zu erhalten. Dies gelingt nur, wenn die Akteure aus Naturschutz, Jagd und Landwirtschaft gemeinsam handeln. 

Mitmachen und Vorteile genießen

Beratung Ihres Jagdrevieres in Bezug auf Lebensraumgestaltung.

Beratung im Bereich von land- und forstwirtschaftlichen Fördermaßnahmen

Planung und Erarbeitung von Maßnahmenpaketen in Abstimmung mit den zuständigen Behörden und der Landwirtschaftskammer NRW

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Optimale Gestaltung und Betreuung von Agrarumweltmaßnahmen, Greening, Vertragsnaturschutz

Nutzung verschiedener Förderungen (Greeningprämie, AUM, Vertragsnaturschutz)