LEPUS NRW - Lebensräume erhalten, planen und schützen

Aktuelles aus den Projektregionen

Einfache Maßnahmen zeigen große Wirkung

Einfache Maßnahmen zeigen große Wirkung

Win-win-Situation: In Neubeckum (Kreis Warendorf) baut Landwirt Hubert Anxel auf 14 ha eine Wildpflanzenmischungen für seine Biogasanlage an. Bis zur Ernte streifen vermehrt Wachteln und Feldlerchen über die Fläche. Biodiversität kann so einfach sein. Mit welchen -...

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Multiplikatoren-Seminar im Revier

Multiplikatoren-Seminar im Revier

Ein gemütliches Plätzchen am Fischteich, ein lauer Spätsommerabend und eine interessierte Runde aus Jägern und Landwirten - beste Voraussetzungen für einen kurzweiligen Infoabend rund um das LEPUS-Projekt in Vreden! Hendrik Specht informierte die Projektteilnehmer...

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Zwischenfrucht als Lebensraum für Niederwild

Zwischenfrucht als Lebensraum für Niederwild

Im Winterhalbjahr zeigt sich im Besonderen, welche Vorteile vorausschauend geplante Zwischenfrüchte für Ackerbau und Wildtiere zugleich haben! Neben der Bodenbedeckung, der Nährstofffixierung und der Durchwurzelung des Bodens tragen vielfältige Zwischenfrüchte zur...

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85 Kilogramm Saatgut sind eingetroffen

85 Kilogramm Saatgut sind eingetroffen

Am LEPUS NRW Standort in Herford ist das Saatgut für die Anlage der Blühflächen eingetroffen. Für den Raum Ostwestfalen-Lippe wurde für 6 Flächenbewirtschafter die Sammelbestellung koordiniert. Insgesamt 8 ha Blühflächen werden noch in diesem Herbst bzw. im Frühjahr...

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Kombi-Maßnahmen bieten viel für Viele

Kombi-Maßnahmen bieten viel für Viele

Lebensraum für möglichst viele Arten - auch für eine Vielzahl von Kleinstlebewesen - schaffen Flächen mit kombinierten Maßnahmen. Wie hier im Landkreis Kleve: Extensivgetreide, Blühstreifen und Blühfelder, Brache, Kleegras und Beetle Banks (Insektenwälle) bieten...

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Sorge um Kiebitznachwuchs wurde belohnt

Sorge um Kiebitznachwuchs wurde belohnt

Bevor die schweren Landmaschinen über den Acker rollten, konnten in Weeze drei Kiebitznester aufgesucht, markiert und die Brut somit vor dem sicheren Tod geschützt werden. Zu verdanken haben die Küken ihr Leben dem Einsatz von Landwirt Georg Mund, Jäger Martin...

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Das Projekt LEPUS-NRW wird exklusiv gefördert von

Projektbeschreibung

Extreme Wetterereignisse, Landbewirtschaftung und zunehmende Beutegreifer machen Rebhuhn, Feldhase & Co. das Leben schwer. Um mehr als 90 Prozent ist die Population des Rebhuhns eingebrochen, andere Offenlandarten sind nicht viel besser dran.

Im Rahmen des LEPUS-NRW Projektes (Lebensräume erhalten, planen und schützen) beraten die beiden Stiftungen, Stiftung Westfälische Kulturlandschaft und Stiftung Rheinische Kulturlandschaft, ehrenamtliche Naturschutzinteressierte, Landwirte und Jäger in Bezug auf lebensraumverbessernde Maßnahmen in der Agrarlandschaft.
In ausgewählten Projektrevieren sollen exemplarisch Möglichkeiten der Lebensraumgestaltung erarbeitet und vorgeschlagen werden. Auf freiwilliger Basis arbeiten Landwirte und ehrenamtliche Naturschutzinteressierte zusammen mit den Stiftungen an Möglichkeiten, die Lebensräume für Feldhase, Rebhuhn sowie Feldlerche und Co. aufzuwerten. Ziel ist es zum einen, auf den jeweiligen Betrieb abgestimmte, geeignete Maßnahmen zu identifizieren und diese möglichst ökologisch und effektiv auf den Äckern umzusetzen. Zum anderen sollen aber auch Jäger sowie ehrenamtliche Naturschützer außerhalb von landwirtschaftlichen Flächen Anregungen zur Umsetzung von Naturschutzmaßnahmen erhalten.

Europaweite Analyse zeigt die Bestandsentwicklung in der Agrarlandschaft

zwischen 1980 und 2010 (30 Jahre)

Datenquelle: Dröschmeister et al. 2012, Europäische Union

Star

  • 1980: 84,9 Mio
  • 2010: 40,8 Mio

%

Rückgang

Feldsperling

  • 1980: 52,8 Mio
  • 2010: 22,7 Mio

%

Rückgang

Grauammer

  • 1980: 27,2 Mio
  • 2010: 10,1 Mio

%

Rückgang

Rebhuhn

  • 1980: 13,4 Mio
  • 2010: 0,8 Mio

%

Rückgang

Braunkehlchen

  • 1980: 10,4 Mio
  • 2010: 3,0 Mio

%

Rückgang

Wie ist das Projekt entstanden?

In vorangegangenen Projekten der Stiftung mit Jägern und Landwirten war die Idee für das LEPUS-Projekt entstanden. Für weite Teile des Landes NRW war eine große Nachfrage und ein hoher Beratungsbedarf deutlich geworden, Lebensräume in der Agrarlandschaft aufzuwerten.
Die alarmierenden Bestandssituationen von Offenlandarten wie Rebhuhn, Feldlerche, Kiebitz, Feldhase & Co. zeigten die dringende Notwendigkeit, Lebensraumbedingungen zu optimieren und somit die Biodiversität in der Kulturlandschaft zu fördern und zu erhalten. Dies gelingt nur, wenn die Akteure aus Naturschutz, Jagd und Landwirtschaft gemeinsam handeln. 

Mitmachen und Vorteile genießen

Beratung Ihres Jagdrevieres in Bezug auf Lebensraumgestaltung.

Beratung im Bereich von land- und forstwirtschaftlichen Fördermaßnahmen

Planung und Erarbeitung von Maßnahmenpaketen in Abstimmung mit den zuständigen Behörden und der Landwirtschaftskammer NRW

w

Optimale Gestaltung und Betreuung von Agrarumweltmaßnahmen, Greening, Vertragsnaturschutz

Nutzung verschiedener Förderungen (Greeningprämie, AUM, Vertragsnaturschutz)